| Merkblatt
zur Biospeläologie von Dr. Klaus Dobat & Stefan Zaenker |
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3.3. Unterteilung der Höhlen in drei Regionen
Jede Höhle und jeder künstliche Hohlraum wird in drei Regionen untergliedert. Die Unterteilung erfolgt in Anlehnung an DOBAT (1966) und SCHEFF (1976).
Die Eingangsregion ist der Teil einer Höhle, der sich zwischen Traufkante und Übergangsregion befindet. Die Region ähnelt in ihren klimatische Merkmalen dem Höhlenvorhof. Sie ist wenig verdunkelt und unvermindert den jährlichen und täglichen Temperaturschwankungen unterworfen. Blütenpflanzen sind bereits selten, jedoch besteht der Boden häufig aus einer dicken Laubschicht.
Die Übergangsregion ist bereits stark verdunkelt. Die jahreszeitlichen und täglichen Temperaturschwankungen sind stark vermindert, die Luftfeuchtigkeit ähnelt der des Höhleninnern.
Einangsregion und Übergangsregion zusammen entsprechen der Eingangsregion nach TRIMMEL (1968).
Die Tiefenregion ist der der Übergangsregion folgende Bereich. Zu Beginn der Region kann noch ein schwacher Lichtschimmer erkannt werden. Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind das ganze Jahr annähernd konstant.
Die Tiefenregion entspricht der aphotischen Region nach TRIMMEL (1968).
1. Körpergröße
Die durchschnittlich geringe Größe der Höhlentiere wurde früher mit geringem Nahrungsangebot erklärt. Kleinheit ist jedoch nur scheinbar und meist in der Kleinheit der oberirdischen Stammform begründet. Viele Cavernicolen sind größer als ihre oberirdischen Verwandten: Höhlenassel Tithanetes (mehrere cm), Niphargus balcanicus (5 cm).
2. Körpergestalt
3. Pigmentarmut
Gilt als typisches Merkmal echter Höhlentiere (blaß bis weißlich-durchscheinend). Es gibt jedoch auch schwarze bis braun gefärbte echte Höhlenkäfer (Melanin, Pterin).
Teilweise ist Pigmentlosigkeit dadurch erklärbar, daß auch die oberirdischen Verwandten keine kräftige Pigmentierung zeigen.
Es gibt
4. Lichtsinn
Augenreduktion im allgemeinen nicht Folge des Lichtmangels, also nicht immer typisches Höhlentiermerkmal. Es gibt
Beim Grottenolm wird die Augenreduktion durch Lichtmangel hervorgerufen:
5. Tastsinn und chemischer Sinn
Oft stark verlängerte Tast- und Fühlorgane kompensieren die Reduktion von Lichtsinnesorganen.
Gut entwickelte Riech- und Tastborsten an Beinen, Antennen und Palpen (bei nahem verwandten Oberflächenarten sind sie kürzer und dünner oder fehlen).
Höhlenkrebse: An Antennen große Riechkolben
6. Flügelrückbildung und Flügellosigkeit
Nicht immer degeneratives Merkmal. Tiere oft schon vor Einwanderung in den Subterranbereich flugunfähig oder flügellos.
7. Besondere Sinnesorgane
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